Folksempfänger
Prolog
Mehr als 12 Stunden dauerte der großflächige Stromausfall auf der iberischen Halbinsel am 28. April 2025.
Kein Kühlschrank, keine Radio keine Fritzbox. Sendemasten ohne Strom.
Telekommunikation ist in solchen Fällen nur über eine eigene Antenne an der Anlage mit Stromversorgung möglich.
Jenseits der Reichweite von Smartphones hat ein Privatmensch so etwas nur als Funkamateur.
Die technischen Möglichen der nicht lizenzierten Amateurfunker wurden mit dem Amtsblatt 12/2025 der Bundesnetzagentur stark eingeschränkt.
Zitat: „Die Handsprechfunkgeräte sind nur im Peer-To-Peer-Modus zu betreiben. Eine Reichweitenverlängerung ist nicht zulässig.“
Faktisch bedeutet das, dass zahlreiche bekannte Relaisstationen abgebaut werden müssen und die deutschen Hobbyfunker ihres leistungstarken Netzwerks beraubt werden.
Die funktechnische Lösung besteht darin, sich zu benehmen wie ein Garagentor oder ein Heizungsventil.
„Meshcore“ steht für eine Technologie in der sich eigenständige Funkgeräte in der Größe einer Zigarettenschachel miteinander verbinden und eigenständig Netzwerke aufbauen, die z.B. über eine Smartphone-App nutzbar sind. Die mögliche Kommunikation beschränkt sich auf einfache Textnachrichten und Sensordaten.
Das Spontan-Netzwerk leitet Nachrichten auch über mehrere Stationen weiter, von denen keine in der Lage ist, die Nachricht zu entschlüsseln. Das können nur die Empfänger.
Die Reichweite dieser Technologie hängt unmittelbar von der Flächendeckung ab, genau wie bei Mobiltelefonen. Allerdings ist bei uns jeder Teilnehmer auch ein Sendemast für seine Nachbarn, der auch dann funktioniert wenn Strom und Handyempfang weg sind.
Das Projekt „Folksempfänger“ der Falcom communications engineering GmbH hat von Anfang an das Ziel, sich möglichst schnell überflüssig zu machen. Konkurrenten wird es keine geben. Jeder, der in die gleiche Technologie einsteigt, das Netzwerk erweitert und unterstützt, wird uns willkommen sein.
Die Idee:
Heidelberg - Sinsheim - Eberbach